Ernährung

Ernährungstipps nach einer Corona Impfung

Wer sich gegen Corona impfen lässt, sollte sich auf bestimmte Weise ernähren, liest und hört man an mancher Stelle.

Wir erklären, was es mit der richtigen Ernährung nach der Impfung auf sich hat.

Die Ernährung nach der Impfung

Im Netz wird nun seit einiger Zeit verkündet, man könne mit einer bestimmten Ernährung die Wirkung der Impfung optimieren bzw. das Risiko minimieren, dass sie eben nicht richtig wirkt. Die richtige Ernährung könne nämlich die Antikörperbildung fördern – und genau das will man ja als Geimpfter: Antikörper gegen SARS CoV2.

Sie sind nicht geimpft? Dann interessieren Sie sich möglicherweise für unseren Artikel Covid-19-Prävention: Ist Impfen die einzige Möglichkeit?

Die richtige Ernährung hilft Geimpften und Ungeimpften

Vorab möchten wir darauf hinweisen, dass es in diesem Text nicht darum geht, ob man sich impfen lassen soll oder nicht, ob die Impfung gut oder schlecht ist, ob sie wirkt oder nicht. Eine Impfung sollte immer eine individuelle Entscheidung sein (auch wenn man derzeit versucht, Ungeimpfte mit verschiedenen Massnahmen zur Impfung zu nötigen).

Dieser Text entstand hauptsächlich deshalb, weil man uns mehrfach um dieses Thema bat, wir sowohl für geimpfte als auch ungeimpfte LeserInnen da sind und in unserem Portal die gegenwärtige Spaltung der Gesellschaft nicht unterstützen.

Eine gute Immunantwort und Antikörperbildung ist ausserdem immer wichtig, ob man sich nun impfen lässt oder nicht. Daher sind die folgenden Tipps für ALLE Menschen interessant – geimpft oder ungeimpft. Genauso sollte man sich nicht allein auf Impfungen verlassen. Denn je schlechter man sich ernährt, umso weniger gut wirken Impfungen und umso anfälliger ist man natürlich auch für jedes Virus bzw. jede Krankheit, die irgendwann später kommt.

Je besser die Ernährung, umso besser die Immunantwort

Professor Philip C. Calder, Experte für den Einfluss der Ernährung auf das Immunsystem schreibt: Die Ernährung bestimmt (gemeinsam mit anderen Faktoren) das Ausmass der Immunantwort (Reaktion des Immunsystems auf Erreger oder Impfungen). Bei älteren Menschen kann das Immunsystem beeinträchtigt sein, genauso bei Übergewichtigen und auch bei Menschen, die zu wenige Mikronährstoffe zu sich nehmen.

Dies führt zu einer erhöhten Anfälligkeit für Infekte und für schwere, u. U. auch tödliche Verläufe. Genau das haben wir bei Covid-19 gesehen, als insbesondere Ältere und Übergewichtige betroffen waren. Studien zeigten, wie eine gute Mikronährstoffversorgung (wie z. B. Vitamin D und Zink) einen schweren Covid-19-Verlauf verhindern konnte. Je besser sich ein Mensch ernährt, umso besser ist nicht nur seine Immunantwort bei tatsächlichen Infekten, sondern auch bei Impfungen.

Eiweiss ist wichtig für die Antikörperbildung

Häufig wird gesagt, man müsse nach der Impfung tüchtig Eiweiss essen. Auch Ernährungsdoc Dr. Matthias Riedl spricht das Thema Eiweiss in einem Interview mit dem Vital Magazin an – und das Vital Magazin macht daraus zuallererst die Überschrift „So wichtig ist Eiweiss für den Impfschutz“. Aussagen wie diese führen dazu, dass viele LeserInnen glauben, man müsse nun ganz besonders viele Proteine (Fisch, Fleisch, Eier und Milchprodukte) zu sich nehmen. Denn – so erklärt Dr. Riedl – „Antikörper bestehen aus Eiweiss und das muss auch gegessen werden“. Dabei wird gerne überlesen, dass man lediglich einen Eiweissmangel vermeiden soll, wie auch Riedl im Interview betont.

Denn die Menge an Eiweiss, die für die Antikörperbildung benötigt wird, ist verschwindend gering. Daher kann man eine eingeschränkte Antikörperbildung nach einer Impfung auch nur bei Versuchstieren beobachten, die man absichtlich stark proteinarm ernährte oder bei hungernden Menschen in den weniger entwickelten Ländern. Aus dem Jahr 1995 liegt ausserdem eine Studie vor, die zeigte, dass die Immunantwort bei 0,45 g Protein pro Kilogramm Körpergewicht eingeschränkt ist, während sie bei der doppelten Menge problemlos funktionierte.

0,45 g Protein pro Kilogramm Körpergewicht wären bei einem 80-Kilo-Mann schon 150 g Räuchertofu oder ein halbes Steak (100 g) und eine Handvoll Nüsse. Er dürfte sonst nichts mehr essen, also auch kein Gemüse, kein Müsli, kein Brot, keinen Reis, keine Früchte, keine Wurst, keinen Käse, nichts. Daher wird in entsprechenden Studien auch geschrieben, dass es unterernährte Menschen sind, bei denen es zu einer eingeschränkten Immunantwort kommt. Denn in unseren Breiten ist es nahezu unmöglich, einen so starken Proteinmangel zu entwickeln, dass dieser die Immunantwort nach einer Impfung oder Infektion beeinträchtigen könnte.

Extraportion Eiweiss ist für Antikörperbildung aber nicht nötig

Es geht in Sachen Eiweiss also nicht darum, dass man nun in der Woche vor und nach der Impfung täglich noch ein zusätzliches Steak essen sollte. Stattdessen achtet man – wie schon bisher – auf eine ausgewogene Ernährung, die genügend Proteine (nicht zu viel, nicht zu wenig), aber auch essentielle Fette und vollwertige Kohlenhydrate liefert. Wir stellen hier verschiedene rein pflanzliche Ernährungspläne vor , die problemlos den Proteinbedarf von 0,8 bis 1 g Eiweiss pro Kilogramm Körpergewicht decken.

Man muss somit auch als Veganer/Vegetarier nach der Impfung nicht etwa eine Fleisch-Woche einlegen, um eine ordnungsgemässe Immunantwort und Antikörperbildung zu erzielen. Im Gegenteil: Es liegt eine Studie vor, die zeigt, dass Menschen mit pflanzenbasierter Ernährung besser vor Covid-19 geschützt sind, so dass man folglich davon ausgehen kann, dass deren Immunsystem auch auf eine Impfung besser reagieren wird.

Eine gute Versorgung mit Vitalstoffen ist entscheidend

Sehr viel wichtiger in Sachen Antikörperbildung nach der Impfung oder bei einem Infekt sind die Mikronährstoffe, also Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente – und diese können auch in den Industrieländern mangelhaft vorhanden sein, z. B. Selen, Zink, Eisen oder auch die Vitamine A, B6, B12, C, E und Folsäure – nicht zu vergessen eine gute Omega-3-Fettsäuren-Versorgung.

Studien (z. B. vom August 2020 weisen ausserdem darauf hin, dass Vitalstoffe (Vitamine D, C und E, Zink und Omega-3-Fettsäuren) in höheren als den üblicherweise empfohlenen Dosen eingenommen werden sollten, um die SARS-CoV2-Viruslast oder auch die Dauer eines Krankenhausaufenthalts zu reduzieren. Mängel dieser Vitalstoffe führen zu Funktionsstörungen des Immunsystems und erhöhen die Anfälligkeit für Infekte. Es ist also wichtig, Vitalstoffe auch als Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen, um tatsächlich wirksame und schützende Dosen zu erreichen.

Vitamin C vor und nach der Impfung einnehmen

Vitamin C ist enorm wichtig, wenn man nach der Impfung eine gute Immunantwort und Antikörperbildung möchte. Allerdings fördert Vitamin C nicht nur die Antikörperbildung, sondern wirkt sich auf so viele Bereiche des Immunsystems positiv aus, dass man beim Lesen all dieser Eigenschaften das Gefühl bekommt, bei guter Vitamin-C-Versorgung gar keine Impfung zu brauchen.

So fördert Vitamin C Heilprozesse, neutralisiert freie Radikale, aktiviert die Fresszellen, erleichtert die Apoptose (Abbau) kranker Zellen, fördert die Ausbildung von Immunzellen (u. a. jener, die Antikörper bilden) und hemmt entzündliche Prozesse.

Gerade bei Covid-19 fürchtet man den sog. Zytokinsturm (Überschuss entzündungsfördernder Botenstoffe). Gibt man Betroffenen aber Vitamin C, dann erhöht dies die Überlebensrate, denn Vitamin C verhindert die überschiessende Reaktion des Immunsystems, stattdessen verringert es die Virenlast. Wir haben überdies schon hier berichtet, dass Vitamin C die Dauer des Intensivaufenthaltes deutlich verkürzen kann und ausserdem – falls erforderlich – die künstliche Beatmungszeit. Dazu genügten bereits 1 bis 3 g Vitamin C pro Tag (oral).

Von effective nature gibt es kleine Tabletten mit hochdosiertem Vitamin C, die 1000 mg Vitamin C pro Tablette enthalten. Die Tabletten heissen Vitamin C hochdosiert und natürlich .

Zinkmangel vor und nach der Impfung vermeiden

Zink ist ebenfalls sehr wichtig für eine gute Immunantwort und Antikörperbildung nach der Impfung. In einer Studie mit 30 Teilnehmern, die zweifach gegen Cholera geimpft wurden, erhielt eine Gruppe neun Tage lang dreimal täglich jeweils 45 mg Zink (beginnend jeweils zwei Tage vor den beiden Impfungen, die 17 Tage auseinanderlagen). In der Zinkgruppe konnte eine um das 4- bis 6-Fache verbesserte Immunantwort und Reaktion auf das verabreichte Antigen beobachtet werden. Prof. Calder erklärt in seiner bereits oben zitierten Arbeit, dass Zink die Aktivität vieler Immunzellen unterstützt und bei der Regulierung von oxidativem Stress und Entzündungsprozessen hilft. Zink hat ausserdem antivirale Eigenschaften und hemmt die Vervielfältigung von Coronaviren.

Eine Metaanalyse – so Calder – zeigte, dass die Einnahme von Zink sowohl Darminfekten vorbeugt als auch Infekten der Atemwege. Auch liegen verschiedene Studien vor, die einen Zusammenhang zwischen einem niedrigen Zinkstatus und einer erhöhten Anfälligkeit für Covid-19 sowie schweren Verläufen entdeckten. Gibt man Zink Patienten, die mit Covid-19 im Krankenhaus liegen, dann reduziert sich das Risiko für einen schweren Verlauf und sogar das Sterblichkeitsrisiko.

Mit 20 mg Zink pro Kapsel versorgen z. B. die Kapseln mit chelatiertem Zink von effective nature. Der Tagesbedarf an Zink liegt bei 7 bis 16 mg. Besonders zinkreich sind Nüsse, Saaten, Haferflocken und Pseudogetreide. Hier finden Sie Details für eine zinkreiche Ernährung .

Für guten Schlaf nach der Impfung sorgen

Nicht nur die Ernährung ist nach der Impfung wichtig. Auch die übrige Lebensweise. So sollten Sie sich nach der Impfung natürlich nicht sportlich verausgaben, damit die Energie vollständig dem Immunsystem vorbehalten bleibt, das nun nicht einfach nur Antikörper bilden muss, sondern mit einer ganz neuen Herausforderung zurechtkommen muss – einem neuartigen Impfstoff.

Wichtig ist ausserdem, dass Sie für guten Schlaf sorgen, weshalb Sie koffeinhaltige Getränke und Alkohol erst einmal weglassen sollten. Denn wer in der Nacht nach der Impfung gut schläft, fördert damit seine Antikörperbildung im Vergleich zu Personen, die zu lange aufbleiben oder aus anderen Gründen zu wenig schlafen. Im Schlaf bildet sich ein besonderes hormonelles Milieu im Lymphgewebe, das zu einer verstärkten Antikörperbildung führt.

Gesunde Ernährung nach der Impfung: Ernährungspläne

Sie sehen also an den obigen Ausführungen, dass es keiner besonderen Ernährung nach einer Impfung bedarf, um das Immunsystem und die Antikörperbildung entsprechend anzuregen. Wichtig ist „ganz einfach“ eine gesunde Ernährung, die man gemeinsam mit einer umfassenden Vitalstoffversorgung IMMER praktizieren sollte, wenn man fit und gesund bleiben möchte.

Sollten Sie sich bislang eher suboptimal ernähren und Ihre Ernährung umstellen wollen, dann helfen Ihnen dabei unsere ZDG-Ernährungspläne . Diese eignen sich für vor der Impfung, nach der Impfung und für Leute ganz ohne Impfung. Unsere Ernährungspläne sind ausserdem so konzipiert, dass sie teilweise gleichzeitig bestimmte Beschwerden lindern können, meist gerade jene Beschwerden, die auch als Risikofaktoren für Covid-19 gelten, z. B. Bluthochdruck, Übergewicht oder auch Diabetes. Jeder Ernährungsplan ist im Sofort-Download erhältlich und kostet nur 5 Euro.

Sie sind jedoch auch herzlich eingeladen, in unserem ZDG-Kochstudio vorbeizuschauen, wo Sie inzwischen über 1500 vitalstoffreiche, vollwertige, basenüberschüssige und natürlich rein pflanzliche Rezepte finden, die Ihnen kostenlos zur Verfügung stehen, z. B. knackig-bunte Salate , gesunde Frühstücke , vitaminreiche Gemüsegerichte oder auch besonders proteinreiche Rezepte .

 

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